Zeittafel zu Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848)
Kindheit und Jugend
12. Januar 1797: Geburt als Anna Elisabeth Freiin von Droste zu Hülshoff auf Burg Hülshoff bei Münster. Sie ist das zweite von vier Kindern ihrer Eltern Clemens August und Therese von Droste-Hülshoff.
1802: Aufhebung des Fürstbistums Münster und Beginn der preußischen Herrschaft in der Region.
1805: Aufenthalt bei Verwandten in Bökendorf; erste literarische Einflüsse.
1808–1810: Erste Gedichte wie „Lied eines Soldaten in der Ferne“ und „Das Schicksal“ entstehen.
Literarische Entwicklung
1813: Begegnung mit Wilhelm Grimm in Bökendorf; Inspiration durch die Brüder Grimm und den literarischen Kreis um Anton Matthias Sprickmann in Münster.
1826: Tod des Vaters; die Familie zieht ins Rüschhaus bei Münster um, wo Annette ein eigenes Schreibzimmer, ihr „Schneckenhäuschen“, einrichtet.
Veröffentlichungen und Erfolge
1838: Veröffentlichung ihres ersten Gedichtbands Gedichte von Annette Elisabeth von D…. H….. unter einem anonymisierten Titel aus Rücksicht auf die Familie. Das Werk wird zunächst wenig beachtet.
1842: Veröffentlichung der Novelle Die Judenbuche in der Zeitschrift Morgenblatt für gebildete Leser. Dieses Werk wird später zu einem ihrer bekanntesten.
Späte Jahre
1843–1848: Annette lebt abwechselnd in Meersburg am Bodensee und im Rüschhaus. Sie kauft sich das Fürstenhäusle in Meersburg vom Honorar ihrer Werke .
24. Mai 1848: Tod in Meersburg nach langer Krankheit. Sie wird auf dem Friedhof der Pfarrkirche St. Martin in Meersburg beigesetzt.
Bedeutung
Annette von Droste-Hülshoff gilt als eine der bedeutendsten deutschen Dichterinnen des 19. Jahrhunderts. Ihre Werke, darunter Balladen wie Der Knabe im Moor und ihre Naturlyrik, sind bis heute prägend für die deutsche Literaturgeschichte.